Nachhaltigkeit in der Fahrzeugflotte

Grüner Fuhrpark

pexels.com, Rathaphon Nanthapreecha

Auf der Welt gibt es aktuell rund 1,4 Mrd. Autos. Davon ist nur ein Bruchteil "grün". Das wird tendenziell auch so bleiben, da fast alle außereuropäischen Staaten auf absehbare Zeit nicht auf Autos mit Verbrennungsmotoren verzichten werden. So setzen z. B. China und Indien explizit auf fossile Kraftwerke und Autos. Die Klimadebatte wird nur in der EU und hier vor allem in Deutschland verbissen geführt. Die aktuelle Diskussion um neue verschärfte EU-Abgasnormen und E-Fuels als Alternative zu E-Autos zeigt das deutlich. Gleichwohl müssen mittelständische Unternehmen bereits jetzt reagieren und ihren Fuhrpark auf Nachhaltigkeit trimmen. 

Grundkonzept mit zwei Säulen

Der „Grüne Fuhrpark“ ist daher Ziel eines klimabewussten Fuhrparkmanagements. Ob Dienst-PKW oder Servicefahrzeug, die Flotte wird so aufgestellt, dass der CO2-Ausstoß deutlich sinkt. Das kann Kosten sparen und das Unternehmensimage fördern. Natürlich können Sie Ihre Mitarbeiter auch dazu anhalten, klimaschonend mit Bus, Bahn oder Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Für die täglichen Wege zwischen Kunden, Baustellen und Veranstaltungen ist das aber meist unpraktisch und zeitraubend. Der Grüne Fuhrpark setzt darum auf Strukturveränderung in der Fahrzeugflotte selbst, um eine CO2-Reduzierung zu erreichen. Dafür gibt es zwei Ansatzpunkte:

  • Verbrennungsmotoren: Hier wird der Verbrauch fossiler Brennstoffe gesenkt, indem bewusst Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch oder E-Fuels gekauft oder geleast werden. Diese Strategie ist grundsätzlich für alle Unternehmen praktikabel. Der finanzielle Vorteil ist offensichtlich, denn die (meist) kleineren Autos sind auch noch preiswerter.
  • Mehr Fahrzeuge mit grünen Antrieben: Alternative Antriebe mit den regenerativen Kraftstoffen Strom und in Zukunft wohl auch mit Wasserstoff eignen sich für die meisten Unternehmen zumindest als Ergänzung ihres Mobilitätskonzepts. Denn wegen der vergleichsweise geringeren Leistung, insbesondere in puncto Reichweite, sind sie vor allem im Regionalbereich einsetzbar. Obwohl die E-Fahrzeuge in der Regel teurer sind, gibt es für Firmenflotten häufig attraktive Angebote und Subventionen.

Auf die Bedarfe des Unternehmens kommt es an

Wichtiges Entscheidungskriterium für viele Unternehmen ist eine insgesamt günstige Kostenbilanz der Umstellung auf den Grünen Fuhrpark. Das muss für jeden Fuhrpark individuell berechnet werden. Darüber hinaus kann es schwerfallen, liebgewordene Gewohnheiten und die (Vor-)Urteile über kleinere Fahrzeuge und E-Autos abzulegen. Denn Fahrzeuge sind, insbesondere bei männlichen Mitarbeitern, stark mit Emotionen belegt. Dem können Sie mit einer guten Kommunikation über die umweltpolitischen Ziele des Grünen Fuhrparks entgegenwirken. Bedenken Sie auch: Umweltschutz ist inzwischen für viele Unternehmen auch eine Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit. Insofern trägt der grüne Fuhrpark, wenn er durch aktive Kundenkommunikation begleitet wird, zum positiven Image bei. Das kann sich bei Ihren Kunden und Mitarbeitern auszahlen.

Schritte zum grünen Fuhrpark

Zunächst ist eine Analyse Ihres aktuellen Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstoßes sinnvoll, damit Sie darauf ein Konzept aufbauen können, das zu Ihrem Unternehmen passt. Auch ist eine CO2-Optimierung der Dienstwagen-Richtlinie sinnvoll. So können etwa CO2-Obergrenzen für Fahrzeugklassen und Anreize zur Wahl verbrauchsarmer Fahrzeuge eingeführt werden. Die Umstellung auf E-Autos erfordert nicht nur die Auswahl der passenden Flotte, sondern auch die entsprechende Ladeinfrastruktur. Auch hierfür gibt es öffentliche Fördermittel. Prüfen Sie, was zu Ihnen passt, und holen Sie sich Rat von Fuhrparkexperten.

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